Die Oberpfälzer Polizei zieht Bilanz des Blitzmarathons 2026. Bei über 21.000 Fahrzeugen wurden 393 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt.
Nach 24 Stunden Geschwindigkeitsüberwachung in der Oberpfalz ging der Blitzmarathon 2026 am 16. April um 6 Uhr zu Ende. Nun zieht die Oberpfälzer Polizei Bilanz. Ziel der Aktion war es laut Mitteilung erneut, die Gefahren und Risiken von Geschwindigkeitsüberschreitungen stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und so langfristig zur Reduzierung schwerer Verkehrsunfälle beizutragen.
Der 24-Stunden-Blitzmarathon in Bayern war wieder Teil des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 „Bayern mobil sicher ans Ziel“. Ab 15. April um 6 Uhr betreuten die Oberpfälzer Polizeidienststellen für 24 Stunden circa 80 Messstellen. Zur Geschwindigkeitsüberwachung waren nahezu 200 Einsatzkräfte im Dienst. Innerhalb der 24 Stunden waren über 21.000 Fahrzeuge gemessen wurden, heißt es in der Mitteilung weiter. Dabei stellten die Polizistinnen und Polizisten 393 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. 204 Verkehrsteilnehmer wurden unmittelbar vor Ort angehalten und kontrolliert.
Ein besonders gravierender Verstoß ereignete sich kurz nach Mitternacht auf der B 16 bei Walderbach: Ein 34-jähriger Fahrer war bei erlaubten 100 Kilometern pro Stunde mit 181 Sachen unterwegs. Ihn erwarten nun ein Bußgeld in Höhe von mehreren Hundert Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot von drei Monaten.
Auch in der Oberpfalz bleibt Tempo eine zentrale Unfallursache. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 705 Verkehrsunfälle, bei denen überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich war. Dabei verloren 19 Menschen ihr Leben, weitere 424 Personen wurden verletzt. Besonders schwerwiegend sind Verkehrsunfälle auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften. Dort ereignen sich viele der schweren Unfälle, bei denen in der Oberpfalz mehr als die Hälfte der Verkehrstoten zu beklagen ist.