Langsam entwickelt es sich zum Evergreen: Die Blue Devils Weiden vergeben gegen den EV Landshut Chancen in Hülle und Fülle, kassieren andererseits viel zu einfache Gegentore. Zudem muss Youngster Vinzens verletzt raus.
Die Blue Devils Weiden haben am Sonntagabend im Heimspiel in der DEL2 gegen den EV Landshut mit 4:5 verloren. Vor 2163 Zuschauern in der „Hans-Schröpf-Arena” wurde den Oberpfälzern wieder einmal eine katastrophale Chancenverwertung zum Verhängnis. Der Endspurt in einer turbulenten Schlussphase kam zu spät.
Nach dem bitteren späten Ausgleich in Bad Nauheim, bei dem die Blue Devils in der Verlängerung auch noch den Zusatzpunkt abgeben mussten, nahm Headcoach Sebastian Buchwieser zum Heimspiel gegen den EV Landshut Veränderungen im Line-up vor. Im Tor stand diesmal McNiven, während Tsekos als überzähliger Kontingentspieler nicht eingesetzt werden konnte. Zudem fehlten weiterhin Pokorny, Kolb, Rubes, Jermain und Filin.
Die Blue Devils legten zu Beginn ein höllisches Tempo vor, einzig die Führung ließ auf sich warten. Samanski, Gläser und Voyer vergaben beste Chancen, Voyer traf dabei nur den Pfosten. In der 7. Minute belohnten sich die Oberpfälzer endlich: Edfelders Schuss schlug zur verdienten Führung ein. Doch der EVL antwortete eiskalt. In Überzahl glich Lindberg aus, nur zwei Minuten später drehte Dersch mit einem Blueliner die Partie. Weiden ließ sich davon nicht beirren, drückte bis zur Pause weiter aufs Tempo, ließ selbst im Powerplay beste Möglichkeiten liegen – und ging trotz zeitweise drückender Überlegenheit mit einem Rückstand in die Kabine.
Auch im zweiten Drittel bestimmten die Blue Devils das Tempo, doch es blieb das alte Problem: die Effizienz. Hochkaräter wurden reihenweise liegen gelassen, während Landshut gnadenlos zuschlug. Im zweiten Überzahlspiel trafen die Gäste zum 1:3. Weiden ließ sich davon nicht entmutigen, schnürte den EVL phasenweise im eigenen Drittel ein und erspielte sich Chance um Chance. Der Aufwand war enorm, der Ertrag blieb aus. Auf der Gegenseite ging es erneut zu einfach: Ein Schuss, McNiven konnte nur prallen lassen – Lindberg staubte ab und stellte die Vorentscheidung her.
Auch im Schlussdrittel steckten die Blue Devils nicht auf und belohnten sich im fünften Powerplay des Abends: Noah Samanski verkürzte und brachte die Hoffnung zurück. Weiden rannte danach unermüdlich an, schnürte Landshut regelrecht ein und erspielte sich Chance um Chance. Mehrfach lag der Anschluss in der Luft, doch entweder war Dietl im EVL-Tor Endstation oder die Abschlüsse verfehlten knapp ihr Ziel. Fünf Minuten vor dem Ende sprach die Statistik eine klare Sprache – 15:1 Torschüsse im dritten Drittel – auf der Anzeigetafel führte dennoch weiter Landshut.
Zu allem Überfluss musste auch noch Paul Vinzens nach einen Gesichtstreffer mit der Trage vom Eis gebracht werden. Marusch brachte dann endgültig die Hoffnung zurück, als er knapp fünf Minuten vor Schluss mit einem präzisen Schuss auf 3:4 verkürzte. Als die Weidener alles auf eine Karte setzten und den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, traf Gooch ins verwaiste Weidener Tor. Zwar traf Tommy Muck 23 Sekunden vor dem Ende noch zum 4:5, doch für mehr sollte es trotz aufopferungsvollem Kampf nicht mehr reichen.