Ein mutmaßlicher Betrüger hat versucht, einer 83-jährigen Weidenerin ihr Erspartes zu stehlen. Die Ermittlungen laufen noch.
Ein mutmaßlicher Callcenter-Betrüger steht im Verdacht, gemeinsam mit einem Komplizen versucht zu haben, einer 83-jährigen Frau aus Weiden ihre Ersparnisse zu stehlen. Der 27-jährige Tatverdächtige versuchte am Donnerstagnachmittag zu fliehen. Die Polizei nahm ihn fest, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt.
Was war passiert? Die Weidenerin erhielt einen Anruf von einer angeblichen Staatsanwältin. Diese behauptete, die Enkelin der 83-Jährigen habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um sie freizukaufen, müsse eine Kaution hinterlegt werden. Ein Mann kam, um die Kaution abzuholen und die verängstigte Frau übergab ihm ihre Ersparnisse. Die 83-Jährige vertraute sich daraufhin einem Angehörigen an, der den Betrug erkannte und die Polizei informierte.
Der Tatverdächtige versuchte währenddessen, im Zug zu fliehen. Doch mehrere Dienststellen der Polizei, unter anderem die Kriminalpolizeiinspektion Weiden, arbeiteten zusammen und konnten den Mann beim planmäßigen Halt des Zuges in Vilseck festnehmen. Laut Pressemitteilung fanden die Beamten im Gepäck des Tatverdächtigen Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich sowie Schmuck. Zudem fand die Polizei ein Dokument mit den Personalien der Seniorin. Die weiteren Ermittlungen dauern an, der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.