Die Staatsstraße 2238 zwischen Weiden und Etzenricht ist ab Montag, 20. Juli, für mehrere Tage gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet. Grund für die Sperrung ist der Bau des Ostbayernrings.
Die Staatsstraße 2238 zwischen Weiden und Etzenricht ist ab Montag, 20. Juli, in beiden Fahrtrichtungen für mehrere Tage voraussichtlich bis Donnerstag, 23. Juli, für den Verkehr gesperrt. Auch der neben der Straße liegende Rad- und Fußweg ist betroffen und kann während der Vollsperrung nicht genutzt werden.
Der Verkehr aus Richtung Amberg und aus Richtung Weiden wird jeweils über Rothenstadt umgeleitet, informiert die Gemeinde Etzenricht auf ihrer Homepage. Die Ausweichstrecke führt ab Etzenricht über die WEN 9 (Weidener Straße und Rothenstädter Straße) am Umspannwerk vorbei nach Rothenstadt und über die Obere Hauptstraße (St 2657) weiter in Richtung Ullersricht. Von Weiden aus fährt man entsprechend in umgekehrter Richtung. Die Umleitung ist ausgeschildert. Die Staatsstraße ist (von Weiden kommend) bis zur Abzweigung Mallersricht frei.
Der Grund für die vorübergehende Sperrung der Staatsstraße sind Seilzugarbeiten an den neuen Strommasten des Ostbayernrings, wie Markus Lieberknecht, Pressesprecher bei Tennet, auf Anfrage von Oberpfalz-Medien mitteilt.
Der Ostbayernring ist eine 185 Kilometer lange 380-KV-Wechselstromleitung, die in dieser Woche (14. Juli) offiziell in Betrieb ging. Im Zuge des Ersatzneubaus wurden laut Tennet auch die mit der Leitung verknüpften Umspannwerke, unter anderem in Etzenricht, baulich angepasst, so dass eine Versorgung der Oberpfalz über das nachgelagerte 110-Kilovolt-Verteilernetz sichergestellt werden kann. Die Umspannwerke verbinden das Höchstspannungsnetz der Tennet mit den 110-Kilovolt-Leitungen des Bayernwerks. Dadurch könne Strom aus Wind- und Solaranlagen aufgenommen, transportiert und verteilt werden.
Damit dies reibungslos funktioniert, müssen nun im Nachgang der Fertigstellung des Ostbayernrings die 110-KV-Leitung zum Umspannwerk „endgültig hergestellt werden”, wie Lieberknecht erklärt. Bislang sei mit Provisorien gearbeitet worden. „Jetzt werden die Erdkabel, die in diesem Bereich über die Felder gezogen wurden, wieder an die neuen Freileitungen gehängt, also sozusagen wieder zurückverlegt.”
Die dafür notwendigen Seilzugarbeiten könnten zügig erledigt werden, da sich 110-kV-Leitungen leichter ziehen ließen als 380-LV-Leitungen. Es werde auch keine Kabelbrücke errichtet. Mit der Sperrung der Staatsstraße gehe es schneller. Im Laufe des Donnerstag, 23. Juli, soll die Sperrung wieder aufgehoben werden.