Traumjob Bestatter*in? Immer mehr junge Leute entscheiden sich für die Arbeit mit dem Tod | Weiden24

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vor 5 Stunden
Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Wie läuft das ab? Und wie sind die Chancen danach?  (Symbolbild: Sophia Kembowski)
Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Wie läuft das ab? Und wie sind die Chancen danach? (Symbolbild: Sophia Kembowski)
Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Wie läuft das ab? Und wie sind die Chancen danach? (Symbolbild: Sophia Kembowski)
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Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Wie läuft das ab? Und wie sind die Chancen danach? (Symbolbild: Sophia Kembowski)

Traumjob Bestatter*in? Immer mehr junge Leute entscheiden sich für die Arbeit mit dem Tod

Hast du schonmal überlegt Bestatter*in zu werden? Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Wie läuft das ab? Und wie sind die Chancen danach? Wir haben die Antworten für euch.

Wie viele Azubis gibt es? Wie war die Entwicklung der letzten Jahre?

Deutschlandweit gibt es aktuell über 1.000 Azubis zur Bestatter*in. Das sind mehr als in den vergangenen Jahren. Auch in Bayern sind die Zahlen in den letzten Jahren gestiegen. 2015/16 waren es noch 17. Aktuell sind es 45 .
Frauen stellen dabei inzwischen die Mehrheit. Aktuell liegt der Frauenanteil der Azubis bei 59 Prozent. „Ein bemerkenswerter Wandel in einem traditionell männlich geprägten Handwerk”, sagt Ayleen Hermanns vom Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.

Wo kann man die Ausbildung machen? Wie läuft sie ab? Was lernt man?

Die dreijährige duale Ausbildung findet in einem Bestattungsunternehmen und der Berufsschule statt. Dazu gibt es „überbetriebliche Lehrgänge” im Bundesausbildungszentrum in Münnerstadt in Unterfranken. Du lernst alles von Beratung und Trauerpsychologie über Bestattungsorganisation und Recht bis zur hygienischen Versorgung sowie Grab- und Bestattungsstechnik.

Was für Voraussetzungen muss man für den Beruf mitbringen?

Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Offenheit und psychische wie körperliche Belastbarkeit. Gefragt sind außerdem Organisationstalent und die Bereitschaft, handwerklich und kaufmännisch zu arbeiten. „Man begleitet Menschen in einer emotionalen Ausnahmesituation, dessen muss man sich bewusst sein”, sagt Ayleen Hermanns.

Sind die Berufschancen danach gut?

Ja. Die Berufschancen sind laut Ayleen Hermanns gut und von Schwankungen weitestgehend unberührt. Zudem gebe es Möglichkeiten zur Spezialisierung und Weiterbildung bis hin zum*r Bestattermeister*in.

Was sind Klischees und Vorurteile?

„Ein Klischee ist, Bestatter hätten ausschließlich mit Verstorbenen zu tun.” Tatsächlich sei es ein vielseitiger Beruf mit sehr viel Kontakt zu Menschen. Beratung, Begleitung, Organisation, Gestaltung und Handwerk gehören dazu. Auch die Vorstellung, körperliche Arbeit mache den Beruf für Frauen ungeeignet, ist überholt, sagt Ayleen Hermanns.

Interessiert dich der Ausbildungsberuf, dann frag bei einem lokalen Bestattungsunternehmen nach, ob du mal ein Praktikum machen kannst.

 
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