Nach der Kollision zweier Regionalzüge in Bayreuth läuft der Zugverkehr wieder. Am Morgen sind jedoch noch vereinzelt Ausfälle möglich, vor allem auf der Linie RE32.
Nach dem Zusammenstoß zweier Regionalzüge im Hauptbahnhof Bayreuth mit acht Verletzten ist der Zugverkehr wieder aufgenommen worden. Es gebe keine größeren Behinderungen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die kollidierten Züge stünden weiterhin am Hauptbahnhof, blockierten allerdings nicht mehr die Gleise. Wie es heute weitergeht, wusste der Sprecher zunächst nicht.
Nach Angaben der Deutschen Bahn kann es am Morgen zum Betriebsbeginn noch zu vereinzelten Zugausfällen kommen, etwa auf der Linie RE32 zwischen Bayreuth Hauptbahnhof und Pegnitz.
Nach bisherigen Erkenntnissen waren am Mittwochabend zwei Agilis-Züge zusammengeprallt. Eine Bahn mit 13 Fahrgästen an Bord ist demnach in den Bahnhof eingefahren, der zweite Zug war ohne Fahrgäste auf einer Rangierfahrt zum Betanken unterwegs. Nach Polizeiangaben wird unter anderem geprüft, ob der Lokführer des rangierenden Zugs womöglich seinen einfahrenden Kollegen übersehen hat. Die Ermittlungen zur Unfallursache begannen noch am Abend.
Das Unternehmen Agilis betreibt nach eigenen Angaben etwa zehn Prozent des bayerischen Bahnregionalverkehrs. Die Züge fahren vor allem in der Oberpfalz und in Oberfranken.
Die Deutsche Bahn meldete nach dem Unfall auf X massive Beeinträchtigungen. Der Bahnhof war stundenlang gesperrt. Geschätzt warteten dort kurz nach dem Unfall etwa 100 bis 150 Menschen auf eine Möglichkeit zur Weiterfahrt. Das Bahnunternehmen Agilis und die Deutsche Bahn setzten Ersatzbusse ein.
© dpa-infocom, dpa:260312-930-804928/1