Von Bevölkerungsschutz bis Trauer: Das Wintersemester beginnt | Weiden24

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An Bayerns Hochschulen geht das Wintersemester los. (Archivbild: Peter Kneffel/dpa)
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An Bayerns Hochschulen geht das Wintersemester los. (Archivbild: Peter Kneffel/dpa)

Von Bevölkerungsschutz bis Trauer: Das Wintersemester beginnt

In die Hörsäle der bayerischen Hochschulen zieht wieder Leben ein. Wo man im Freistaat überall studieren kann, was angeboten wird - und was sonst noch spannend ist: Eine Übersicht zum Semesterstart.

Am 1. Oktober beginnt das Wintersemester an Bayerns Hochschulen. „Ganz Bayern wird wieder zum Campus“, kommentierte Wissenschaftsminister Markus Blume (CDU). „Und dieser Campus kennt keine Altersgrenze.“ So seien im vergangenen Wintersemester 127 Studierende noch nicht einmal 18 Jahre alt gewesen. Zugleich waren 67 älter als 75 Jahre. „Das zeigt: Neugier kennt kein Alter, Studieren keinen Grenzen“, schlussfolgerte Blume. Hier folgen weitere, teils kaum bekannte Fakten zum Semesterstart:

Wie viele Menschen studieren in Bayern?

Die Angaben für das Wintersemester liegen noch nicht vor. Aber die Größenordnung zeigen auch die Zahlen aus dem vergangenen Wintersemester 2025/26: Damals waren 401.154 Menschen an den bayerischen Hochschulen eingeschrieben. Dabei war es das erste Mal seit zehn Jahren, dass die Zahlen zurückgingen (um 2,1 Prozent). Grund dafür war, dass sich durch die Umstellung auf das neunjährige Gymnasium deutlich weniger Erstsemester eingeschrieben hatten.

Wo kann man in Bayern studieren? 

Zunächst denkt man natürlich an die großen Hochschulstandorte wie München oder Erlangen-Nürnberg. Doch Interessierte können in Bayern in 28 Städten quer durch das ABC studieren: Von Amberg über Benediktbeuern und Deggendorf bis Fürth, Ismaning und Kempten, von Landshut über Münchberg, Neu-Ulm und Neubiberg bis Rosenheim, Straubing oder Würzburg.

Welche Arten von Hochschulen gibt es?

Es gibt die klassischen Universitäten, die praxisorientierten Hochschulen für angewandte Wissenschaften und die Kunsthochschulen, die den Fokus auf die Bildenden Künste, auf Film, Theater oder Musik legen. Neben den staatlichen gibt es auch nicht-staatliche Hochschulen im Freistaat, die bekanntesten sind die beiden kirchlichen: Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und die Evangelische Hochschule Nürnberg.

Welche Hochschulen fallen aus dem Rahmen?

München hat gleich drei ungewöhnliche Hochschulen zu bieten: Die Universität der Bundeswehr, die vom Jesuitenorden getragene Hochschule für Philosophie und die Ukrainische Freie Universität (UFU). Die UFU ist übrigens die einzige Universität außerhalb der Ukraine, die auf Ukrainisch (sowie Deutsch und Englisch) unterrichtet und das Recht hat, akademische Grade bis hin zum habilitierten Doktor zu verleihen.

Einen besonderen Fokus haben auch die Hochschulen für evangelische beziehungsweise katholische Kirchenmusik in Bayreuth und Regensburg. Die größte Universität im Freistaat ist übrigens die Technische Universität München (TUM), die kleinste - und mit fünf Jahren jüngste - die Technische Universität Nürnberg (UTN).

Welche Studiengänge werden angeboten?

Im Prinzip gibt es wenig, was es nicht gibt. Neben den weit verbreiteten Klassikern gibt es auch viele hoch spezialisierte oder gar überraschende Studiengänge. Einige Beispiele: Digitale Denkmaltechnologien, autonomes Fahren, Internationales Management für Spitzensportler, Theater als Soziale Arbeit, Wehrtechnik, Wirtschaftskriminalistik oder auch den interdisziplinären Studiengang „Perimortale Wissenschaften: Sterben, Tod und Trauer“.

Welche Studiengänge sind neu?

Gesellschaft und Technologie wandeln sich, das spiegelt sich auch in den angebotenen Studiengängen wider. Zum Wintersemester kann man zum Beispiel erstmals „Bevölkerungsschutz“ in Deggendorf, „Health and Engineering“ in Augsburg oder „Künstliche Intelligenz und Robotik“ in Würzburg studieren. 

Was fällt sonst noch auf? 

Die Zahl der Informatik-Studierenden hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt; im vergangenen Wintersemester waren es nach Angaben des Wissenschaftsministeriums mehr als 26.500. Zugleich gibt es im jetzt beginnenden Wintersemester so viele Medizinstudierende wie noch nie, in Summe sind es mehr als 20.000. Und: Das beliebteste Studienfach ist und bleibt Betriebswirtschaftslehre (BWL).

© dpa-infocom, dpa:260926-930-747823/1

 
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