Über zehn Kilo Sprengstoff in Waldsassen und in Waidhaus | Weiden24

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16.12.2024
Bis unter die Fahrzeugdecke seinen Kofferraum mit verbotener Pyrotechnik vollgestopft hatte ein 30-jähriger Rumäne, den die Bundespolizei im Raum Waldsassen kontrollierte. (Bild: Bundespolizei/exb)
Bis unter die Fahrzeugdecke seinen Kofferraum mit verbotener Pyrotechnik vollgestopft hatte ein 30-jähriger Rumäne, den die Bundespolizei im Raum Waldsassen kontrollierte. (Bild: Bundespolizei/exb)
Bis unter die Fahrzeugdecke seinen Kofferraum mit verbotener Pyrotechnik vollgestopft hatte ein 30-jähriger Rumäne, den die Bundespolizei im Raum Waldsassen kontrollierte. (Bild: Bundespolizei/exb)
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Bis unter die Fahrzeugdecke seinen Kofferraum mit verbotener Pyrotechnik vollgestopft hatte ein 30-jähriger Rumäne, den die Bundespolizei im Raum Waldsassen kontrollierte. (Bild: Bundespolizei/exb)

Über zehn Kilo Sprengstoff in Waldsassen und in Waidhaus

Besonders krachen lassen wollte es offenbar ein junger Mann aus Rumänien. Er wurde im Raum Waldsassen von einer Streife der Bundespolizei angehalten – mit einer stattlichen Menge Pyrotechnik.

530 verbotene Böller, 7 schwere Abschussbatterien und 17 Raketen. Das ist die Ausbeute von Kontrollen der Bundespolizei im Raum Waldsassen und Waidhaus am Wochenende. Laut Angaben fanden die Beamten die „heiße Ware” in mehr oder weniger guten Verstecken bei Reisenden, die sich auf grenznahen Asia-Märkten mit der in Deutschland verbotenen Pyrotechnik eingedeckt hatten.

„Vor allem deutsche und rumänische Staatsangehörige jüngeren Alters taten sich beim Böllerschmuggel hervor.” Insgesamt summierte der Mitteilung zufolge die Nettoexplosivmasse – also die reine Sprengstoffmenge – auf über zehn Kilogramm.

Spitzenreiter war ein 30-jähriger Rumäne, den die Fahnder des Bundespolizeireviers Bärnau am Sonntag bei Waldsassen kontrollierten. Er hatte seinen Kofferraum bis unters Dach mit 280 Knallkörpern, 5 zum Teil riesigen Abschussbatterien und 5 Großraketen vollgestopft. Die Ware hatte eine Nettoexplosivmasse von 5500 Gramm. „Die vermeintlichen Schnäppchen vom Asiamarkt wanderten in die Asservatenkammer der Bundespolizei, die ehemaligen Besitzer erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz.”

Quasi als „Beifang” stellten die Bundespolizisten noch ein Reizstoffsprühgerät, einen Schlagring, ein Elektroimpulsgerät, ein Springmesser und ein Kampfmesser mit klauenförmiger Klinge sicher. Als Quittung erhielten die Waffenbesitzer Anzeigen nach dem Waffengesetz.

Ins Fahndungsnetz der Bundespolizei ging am Samstag auch ein mit zwei Haftbefehlen gesuchter Tscheche. Wegen Diebstahls hatte der 50-Jährige noch eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten zu verbüßen. Deshalb suchte ihn die Staatsanwaltschaft Regensburg mit einem Vollstreckungshaftbefehl.

Außerdem wurde der Mann mit einem, wie es heißt, „Vorführhaftbefehl” der Staatsanwaltschaft Hof gesucht. Er war der Hauptverhandlung wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ferngeblieben. Die Bundespolizei lieferte den Mann zuerst in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein, die Vorführung in Hof folgt später.

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