Um Jugendlichen politische Bildung zu vermitteln probierte das Jugendzentrum Weiden etwas Neues aus: Es entwickelte einen Escape Room zur Kommunalwahl. Das stieß auf Interesse.
Im Jugendzentrum Weiden fand in den vergangenen zwei Wochen ein Projekt zur Kommunalwahl statt, bei dem Schulklassen und Jugendgruppen eingeladen wurden. Die Teilnehmenden absolvierten einen thematischen Escape Room und sahen den Film „Stadt Null“, über den anschließend diskutiert wurde. Laut Antonia Raithel, Mitarbeiterin des Jugendzentrums, nahmen über 90 Jugendliche und junge Erwachsene an dem Projekt teil, darunter mehrere Jugendgruppen und Schulklassen der Berufsschule sowie der Fachakademie für Sozialpädagogik in Weiden, wie das JuZ in einer Pressemitteilung schreibt.
Im Escape Room mussten die Teilnehmenden Aufgaben lösen, die sich an demokratischen Abläufen orientierten. Stimmen wurden ausgezählt, Zahlencodes geknackt und Botschaften per Morsecode entschlüsselt. Zudem galt es, Argumente zu kommunalpolitischen Themen zu sammeln und Hinweise zu kombinieren, um „verdächtige“ Figuren innerhalb der Spielgeschichte zu identifizieren. Ziel des Projekts war es, politische Bildung erfahrbar zu machen. Statt theoretischer Wissensvermittlung stand das eigenständige Entdecken im Vordergrund.
Parallel zum Escape Room wurde der Film „Stadt Null“ gezeigt, der Mitbestimmungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene sowie die Bedeutung von Jugendkultur und Engagement vor Ort beleuchtet. Die Kombination aus interaktivem Spiel und filmischem Input ermöglichte unterschiedliche Zugänge zum Thema Demokratie.
Mit dem Projekt unterstreicht das Jugendzentrum seinen Anspruch, politische Bildung praxisnah zu gestalten und junge Menschen frühzeitig für demokratische Prozesse zu sensibilisieren – insbesondere im Hinblick auf die Bedeutung der Kommunalwahl für das unmittelbare Lebensumfeld.