Polizei warnt vor Callcenter-Betrügern in der Oberpfalz | Weiden24

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In der Oberpfalz häufen sich betrügerische Telefonanrufe. Betroffen sind nach Angaben des Polizeipräsidium Oberpfalz vor allem Menschen in den Städten Amberg und Weiden sowie in den Landkreisen Neustadt/WN, Tirschenreuth und Schwandorf. (Symbolbild: Roland Weihrauch/dpa)
In der Oberpfalz häufen sich betrügerische Telefonanrufe. Betroffen sind nach Angaben des Polizeipräsidium Oberpfalz vor allem Menschen in den Städten Amberg und Weiden sowie in den Landkreisen Neustadt/WN, Tirschenreuth und Schwandorf. (Symbolbild: Roland Weihrauch/dpa)
In der Oberpfalz häufen sich betrügerische Telefonanrufe. Betroffen sind nach Angaben des Polizeipräsidium Oberpfalz vor allem Menschen in den Städten Amberg und Weiden sowie in den Landkreisen Neustadt/WN, Tirschenreuth und Schwandorf. (Symbolbild: Roland Weihrauch/dpa)
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In der Oberpfalz häufen sich betrügerische Telefonanrufe. Betroffen sind nach Angaben des Polizeipräsidium Oberpfalz vor allem Menschen in den Städten Amberg und Weiden sowie in den Landkreisen Neustadt/WN, Tirschenreuth und Schwandorf. (Symbolbild: Roland Weihrauch/dpa)

Polizei warnt vor Callcenter-Betrügern in der Oberpfalz

In der Oberpfalz häufen sich betrügerische Anrufe. Die Polizei warnt vor unterschiedlichen Maschen, mit denen die Betrüger auf Bargeld und Wertgegenstände ihrer Opfer abzielen.

Seit dem frühen Dienstagnachmittag häufen sich in der Oberpfalz betrügerische Telefonanrufe. Betroffen sind nach Angaben des Polizeipräsidium Oberpfalz vor allem Menschen in den Städten Amberg und Weiden sowie in den Landkreisen Neustadt/WN, Tirschenreuth und Schwandorf.

Die Betrüger geben sich am Telefon unter anderem als Familienangehörige, Polizisten oder Staatsanwälte aus. Mit erfundenen Notlagen und großem emotionalen Druck versuchen sie, ihre Opfer zur Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen.

Besonders häufig geraten ältere Menschen ins Visier der Täter. Die Täter suchen ihre möglichen Opfer teilweise gezielt über ältere Vornamen in Telefonbucheinträgen aus. Die Polizei warnt deshalb eindringlich davor, Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen zu übergeben. Folgende Vorgehensweisen setzen die Betrüger aktuell vermehrt ein:

Falsche Polizeibeamte

  • Die Betrüger geben sich als Polizeibeamte aus und spielen vor, dass es in der Nachbarschaft zur Festnahme von Einbrechern kam, bei denen ein Zettel mit den Personalien der Betroffenen aufgefunden wurde. Um die Wertgegenstände der Betroffenen vor weiteren Einbrüchen zu schützen, sollen diese an die vermeintlichen Polizeibeamten übergeben werden.

Schockanruf

  • Zu Beginn des Gesprächs meldet sich eine vermeintlich verzweifelte Angehörige oder ein Angehöriger. Kurz darauf übernimmt ein angeblicher Polizist oder Staatsanwalt das Gespräch und erklärt, dass ein Sohn oder eine Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Person ums Leben kam. Um eine angebliche Haft zu verhindern, soll eine hohe Geldsumme als „Kaution“ gezahlt werden.

Arztmasche

  • Hier rufen die Täter als angebliche Ärzte oder Klinikmitarbeiter an und behaupten, ein naher Angehöriger benötige dringend eine kostspielige, lebensrettende Behandlung. Das Geld müsse sofort überwiesen oder persönlich übergeben werden.

Falscher Bankmitarbeiter

  • Die Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus und gaukeln vor, dass die Bankkarte ausgespäht wurde. Um diese zu sichern, wird eine Person vorbeigeschickt, welche die Bankkarte samt PIN entgegennimmt. Danach kommt es zu Geldabhebungen.

Besonderheit russische Callcenter

  • Bei der Betrugsmasche „Russische Callcenter“ führen die Täter die Gespräche mit den Opfern auf Russisch. Die bekannte Masche des Schockanrufs oder Enkeltricks bleibt dabei bestehen. Der Anrufer spricht Russisch und wählt gezielt Nummern von russischsprachigen Personen. Die Täter geben sich meist als falsche Polizisten aus und täuschen einen Unfall vor.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz rät, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen und selbst die 110 zu wählen, um die Angaben überprüfen zu lassen. Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände und lässt diese auch nicht abholen. Auch Bankmitarbeiter fragen an der Haustür weder nach Bankkarten noch nach PINs. Geld, Wertsachen, Bankkarten oder PINs sollten deshalb niemals an Fremde weitergegeben werden.
Auch ein Rückruf über die im Display angezeigte Nummer ist tabu. Mit sogenanntem Call-ID-Spoofing können Betrüger falsche Rufnummern anzeigen. Die 110 erscheint bei echten Polizeianrufen niemals im Display – auch nicht mit Vorwahl. Zudem sollte man sich am Telefon nicht unter Druck setzen lassen.
Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme empfiehlt die Polizei, mit Angehörigen oder engen Kontaktpersonen ein persönliches Codewort für Notfälle zu vereinbaren. Ältere Menschen können außerdem ihren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest Vornamen und Adresse entfernen lassen. Dafür ist der jeweilige Telefonanbieter zuständig. Ein Formular und weitere Informationen stellt die Polizei-Beratung online unter www.polizei-beratung.de bereit.

 
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