Ein Hattrick Tyler Wards war letztendlich zu wenig: Die Blue Devils Weiden haben das fünfte Spiel bei den Krefeld Pinguinen mit 3:6 verloren und damit am Sonntag ein Do-or-die-Spiel im eigenen Stadion.
Die Blue Devils Weiden haben am Freitagabend das fünfte Duell in der Best-of-7-Serie des Play-off-Viertelfinales der DEL2 bei den Krefeld Pinguinen in der ausverkauften Yayla-Arena vor 8029 Zuschauern mit 3:6 verloren. Damit liegen die Weidener mit 2:3 Siegen in Rückstand und müssen das Heimspiel am Sonntag (18.30 Uhr) zwingend gewinnen, wenn der Traum vom Einzug ins Halbfinale weiterleben soll.
Devils-Coach Sebastian Buchwieser musste beim Gastspiel in Krefeld auf die Verteidiger Dominik Bohac und Maximilian Kolb sowie auf Angreifer Vladislav Filin verzichten. Wieder zurück im Aufgebot waren hingegen Fabian Voit und Finn Serikow. Zudem rückte David Elsner in die Verteidigung.
Die Partie brauchte keinerlei Anlaufzeit und nahm sofort Fahrt auf, denn bereits nach zwei Minuten zappelte der Puck nach einem Schuss von Weiß im Netz der Weidener. Doch auch die Blue Devils ließen sich nicht lange bitten – Tyler Ward wurde vor dem Tor freigespielt und glich wenige Augenblicke später aus. Luca Gläser war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr auf dem Eis. Er konnte verletzungsbedingt nicht mehr mitwirken. Es entwickelte sich ein temporeiches Duell mit Chancen auf beiden Seiten, wobei die Oberpfälzer die besseren Gelegenheiten hatten.
Dann bot sich die erste Überzahlsituation für die Gäste – und sie nutzten diese eiskalt. Gerade einmal sechs Sekunden brauchte Ward, um seine Mannschaft in Führung zu bringen. Doch auch Krefeld hatte anschließend die passende Antwort parat: Ein verdeckter Schuss von Riefers fand den Weg ins Tor und sorgte für den erneuten Ausgleich. Das Spiel blieb offen, aber kurz vor der Pause schlugen die Blue Devils erneut im Powerplay zu. Wieder war es Ward, der stark freigespielt wurde und zur 3:2-Pausenführung traf.
Die Pinguine kamen mit mächtig Dampf aus der Kabine und hatten direkt doppeltes Pech – zweimal schepperte der Puck ans Aluminium. Doch der Druck zahlte sich aus: Wenig später fand die Scheibe den Weg ins Netz, und auch der Videobeweis ließ keine Zweifel aufkommen – der erneute Ausgleich. Weiden schüttelte sich kurz und legte dann selbst wieder nach.
Die Blue Devils tauchten nun auch wieder gefährlich vor Bick auf, doch der Krefelder Goalie zeigte starke Reflexe und hielt sein Team im Spiel. Kurz vor Drittelende musste Weiden in Unterzahl ran. Die Hausherren setzten sich zwar im Drittel fest, aber ihre Angriffe waren zu statisch, zu ausrechenbar – echte Gefahr blieb Fehlanzeige. Die Blue Devils hielten die Reihen dicht und retteten das Unentschieden in die Pause.
Auch im Schlussabschnitt starteten die Gastgeber mit mehr Zug zum Tor – und gingen durch einen kuriosen Treffer in Führung. Adam jagte den Puck an die Bande hinter dem Tor, die Scheibe sprang zurück, und Marco Wölfl beförderte sie mit dem Schlittschuh unglücklich ins eigene Netz. Und es kam beinahe noch dicker: Wenige Augenblicke später mussten die Blue Devils in Unterzahl ran. Wölfl verhinderte mit einer starken Parade die mögliche Vorentscheidung.
In den Schlussminuten drängten die Oberpfälzer auf den Ausgleich. Weiden setzte alles auf eine Karte, drückte die Krefelder tief ins eigene Drittel und warf alles nach vorne. Immer wieder konnten sie für Gefahr sorgen, doch das Tor schien wie vernagelt – die Scheibe wollte einfach nicht mehr über die Linie. In der letzten Minute nutzten die Krefelder das mittlerweile verwaiste Weidener Tor und trafen noch zweimal zum 6:3-Endstand.