Handwerksausbildung in Ostbayern: Aufwärtstrend setzt sich fort | Weiden24

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Es zeichnet sich ein Aufwärtstrend bei der Handwerksausbildung in Ostbayern ab. (Bild: Fotoatelier am Hafen )
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Es zeichnet sich ein Aufwärtstrend bei der Handwerksausbildung in Ostbayern ab. (Bild: Fotoatelier am Hafen )

Handwerksausbildung in Ostbayern: Aufwärtstrend setzt sich fort

Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz meldet ein Plus von 7,40 Prozent bei neuen Ausbildungsverträgen. Der Trend hält im vierten Jahr an.

Zum Ausbildungsstart am 1. September verzeichnet das ostbayerische Handwerk im vierten Jahr in Folge steigende Zahlen bei den neu abgeschlossenen Lehrverträgen. Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz berichtet von einem Plus von 7,40 Prozent. Laut dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt ist dieser Aufwärtstrend das Ergebnis jahrelanger Bemühungen der Handwerksbetriebe und der Kammer, Nachwuchs zu gewinnen. „Wir haben lange dafür gekämpft, das Handwerk von veralteten Klischees zu befreien“, erklärt Schmidt. Mit vielfältigen Angeboten zur Berufsorientierung sei es gelungen, Jugendliche und Eltern für die Vielfalt und Sinnhaftigkeit handwerklicher Berufe zu begeistern.

In einer Pressekonferenz stellte Hans Schmidt die offiziellen Zahlen vor: Mit 5 386 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegt das regionale Handwerk über dem Vorjahresniveau. In Niederbayern wurden 2 707 neue Lehrverhältnisse abgeschlossen, was einem Anstieg von 4,80 Prozent entspricht. In der Oberpfalz sind es 2 679 neue Verträge, ein Plus von 10,16 Prozent. Trotz schwieriger wirtschaftlicher und demografischer Rahmenbedingungen verzeichnet das ostbayerische Handwerk damit zum vierten Mal in Folge ein Plus bei den Ausbildungsverträgen.

Zukunftssicherheit im Handwerk

HWK-Präsident Dr. Georg Haber führt die positive Entwicklung auf eine erfolgreiche Interessenvertretung und die Zukunftssicherheit handwerklicher Berufe zurück. „Ohne Handwerkerinnen und Handwerker sind die großen Zukunftsaufgaben nicht zu bewältigen“, betont Haber. Gerade bei der Umsetzung der Klima- und Energiewende seien gut ausgebildete Fachkräfte unverzichtbar. Auch der technologische Wandel und der Einsatz künstlicher Intelligenz würden die Bedeutung des Handwerks nicht schmälern. „Kein Handwerker und keine Handwerkerin wird in absehbarer Zeit durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden. Handwerker sind individuelle Problemlöser. Sie verbinden Erfahrungswissen und handwerkliche Tradition mit modernster Technik und digitalen Möglichkeiten.“

Bedeutung der Zuwanderung

Hans Schmidt verdeutlichte in der Pressekonferenz die große Bedeutung der Zuwanderung von Arbeitskräften. Laut Studien scheidet in den nächsten zehn Jahren ein Drittel der heutigen Erwerbsbevölkerung altersbedingt aus dem Arbeitsmarkt aus. „Wir sind auf gesteuerte Zuwanderung angewiesen, um unseren Arbeitsmarkt zu stabilisieren – auch im Handwerk“, so Schmidt. Die Zahl der Auszubildenden im Handwerk ohne deutschen Pass ist 2026 weiter angestiegen und liegt bei 18,5 Prozent.

Trotz der positiven Entwicklung bleibt der Ausbildungsmarkt in Ostbayern ein Bewerbermarkt, so Hans Schmidt. In Niederbayern kommen auf 100 betriebliche Berufsausbildungsstellen 69 Bewerberinnen und Bewerber, in der Oberpfalz sind es lediglich 47. In der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz sind derzeit noch 692 Ausbildungsplätze zu finden, davon 304 in Niederbayern und 388 in der Oberpfalz. Besonders gefragt sind die Ausbildungsberufe Kfz-Mechatroniker, Elektroniker und Anlagenmechaniker SHK.

 
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