Die Bundespolizei Waidhaus nimmt einen gesuchten Verkehrssünder fest. Der Mann muss wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ins Gefängnis. Noch weitere Haftbefehle vollstrecken die Beamten.
Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus hat am Mittwoch, 10. Juni, bei einer Grenzkontrolle auf der A 6 einen seit mehreren Jahren gesuchten Verkehrssünder festgenommen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion hervor. Der 43-jährige Mann, gegen den ein Haftbefehl vorlag, muss nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis mehrere Wochen ins Gefängnis.
Die Bundespolizisten kontrollierten den 43-Jährigen als Insassen eines Fernreisebusses auf der Route von Prag nach Zürich. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten einen nationalen Haftbefehl fest. Das Amtsgericht Unna hatte den Mann im November 2023 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro oder ersatzweise zu einer mehrwöchigen Freiheitsstrafe verurteilt. Da der Mann die Geldstrafe bislang nicht bezahlt hatte, erließ die Staatsanwaltschaft Dortmund Haftbefehl gegen ihn.
Auch vor Ort konnte der er die geforderte Geldstrafe nicht begleichen. Die Beamten der Bundespolizei Waidhaus nahmen ihn fest und lieferten ihn anschließend in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein. Dort muss er nun die im Haftbefehl angeordnete Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen.
Nur kurze Zeit später gingen den Beamten zwei weitere gesuchte Straftäter ins Netz. Ein 24-Jähriger bezahlte noch vor Ort seine Justizschulden aus einem Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung und hinterließ den Beamten knapp 1.000 Euro Justizschulden an der Grenzkontrollstelle. Auch ein 58-Jähriger konnte einer im Haftbefehl angeordneten Ersatzfreiheitsstrafe entgehen und bezahlte über einen Freund 600 Euro bei einem Polizeirevier in Bad Cannstatt ein. Das Amtsgericht Lippstadt hatte den Mann bereits vor vier Jahren wegen Beleidigung und versuchter Nötigung zu der Geldstrafe verurteilt. Beide gesuchte Straftäter konnten im Anschluss ihre Reise fortsetzen.