Filmvorführung „Himmel und mehr“ in Weiden: Gedenken an Dorothea Buck | Weiden24

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Die Autorin und Bildhauerin Dorothea Buck wurde in der NS-Zeit aufgrund einer psychischen Erkrankung zwangssterilisiert und erlebte in einer Anstalt Grausames. Danach kämpfte sie ein Leben lang für eine menschliche Psychiatrie.  (Archivbild: Daniel Reinhardt/dpa)
Die Autorin und Bildhauerin Dorothea Buck wurde in der NS-Zeit aufgrund einer psychischen Erkrankung zwangssterilisiert und erlebte in einer Anstalt Grausames. Danach kämpfte sie ein Leben lang für eine menschliche Psychiatrie. (Archivbild: Daniel Reinhardt/dpa)
Die Autorin und Bildhauerin Dorothea Buck wurde in der NS-Zeit aufgrund einer psychischen Erkrankung zwangssterilisiert und erlebte in einer Anstalt Grausames. Danach kämpfte sie ein Leben lang für eine menschliche Psychiatrie. (Archivbild: Daniel Reinhardt/dpa)
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Die Autorin und Bildhauerin Dorothea Buck wurde in der NS-Zeit aufgrund einer psychischen Erkrankung zwangssterilisiert und erlebte in einer Anstalt Grausames. Danach kämpfte sie ein Leben lang für eine menschliche Psychiatrie. (Archivbild: Daniel Reinhardt/dpa)

Filmvorführung „Himmel und mehr“ in Weiden: Gedenken an Dorothea Buck

Am 27. Januar wird in Weiden der Dokumentarfilm „Himmel und mehr“ gezeigt. Die Veranstaltung erinnert an das Leben der Bildhauerin Dorothea Buck und bietet ein Gespräch mit der Filmemacherin Alexandra Pohlmeier.

Am 27. Januar, dem Internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocausts, laden der Bezirk Oberpfalz, der Bezirksjugendring Oberpfalz, der Verein „Irren ist menschlich“ sowie das Kinocenter Neue Welt Weiden zu einer besonderen Filmveranstaltung ein. Gezeigt wird der Kino-Dokumentarfilm „Himmel und mehr – Dorothea Buck auf der Spur“, der das außergewöhnliche Leben der Bildhauerin und Autorin Dorothea Buck beleuchtet. Die Filmemacherin Alexandra Pohlmeier, die Dorothea Buck über Jahre persönlich begleitet hat, wird vor Ort sein und im Anschluss an die Vorführungen für Gespräche und Fragen zur Verfügung stehen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Film erzählt die Geschichte einer Frau, die nach schwersten psychischen Krisen und Zwangsmaßnahmen in der NS-Zeit ihren eigenen Weg zur Heilung fand und sich zeitlebens für eine menschenfreundliche Psychiatrie engagierte. Dorothea Buck überlebte Zwangssterilisation und Psychiatrie im Dritten Reich und entwickelte später eine eigene Theorie ihrer Erkrankung, die ihr den Schlüssel zur Heilung gab. Zugleich schuf sie ein beeindruckendes bildhauerisches Werk und wurde zu einer wichtigen Stimme für die Rechte psychisch erkrankter Menschen. Für ihr Engagement erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und den Großen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Die Regisseurin Alexandra Pohlmeier hat Dorothea Buck zwischen 2001 und 2008 regelmäßig in ihrer Hamburger Atelierwohnung besucht und auf ihren Reisen begleitet. Über sieben Jahre hinweg entstand ein eindrucksvolles Porträt, das intime Einblicke in Bucks Leben und Denken gibt. Ergänzt wird die Erzählung durch die Perspektive ihrer jüngeren Schwester und durch kunstvoll inszenierte Aufnahmen ihrer Skulpturen, die das Bedürfnis nach menschlicher Wärme und Zuwendung widerspiegeln. Der Film wurde von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH unterstützt und ist ein Werk, das Mut macht und Hoffnung gibt.

Die Veranstaltung beginnt am Vormittag mit einer kostenfreien Sondervorführung für Schulklassen ab der 9. Jahrgangsstufe, bei der eine gekürzte Version des Films gezeigt wird. Im Anschluss haben die Schüler die Gelegenheit, mit Alexandra Pohlmeier ins Gespräch zu kommen. Am Abend folgt die öffentliche Vorführung der vollständigen 90-minütigen Kinofassung, ebenfalls mit anschließendem Austausch mit der Filmemacherin. Die Abendveranstaltung ist regulär über das Kinocenter buchbar.

 
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