Fünf Zeugen waren am dritten Verhandlungstag im Drogenprozess am Landgericht Weiden geladen – keiner sagte aus. Dafür sorgte einer von ihnen für Lacher, während ein Angeklagter ausführlich über Drogen, Rückfälle und sein Leben sprach.
Im Landgericht Weiden verlief der dritte Prozesstag gegen vier Angeklagte wegen Drogenschmuggel zunächst ereignislos. Fünf Zeugen waren vorgesehen, doch am Ende sagte keiner aus.
Aus verschiedenen Gründen machten die geladenen Zeugen von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch oder erschienen gar nicht: Ein Gefängnisinsasse sorgte immerhin für etwas Abwechslung, als er den Saal in Gefängniskleidung verließ, da er „keine Lust“ hatte, sich umzuziehen. Spannend wurde es schließlich bei der persönlichen Erklärung eines 31-jährigen Angeklagten. Er berichtete von einem schwierigen Lebensweg und seinem Wunsch nach erneuter Therapie – trotz seiner Beteiligung an Drogengeschäften, mit denen er seinen Konsum finanzierte. Sein Anwalt betonte, dass sein Mandant für seine Taten einstehe und keine Ausreden suche.
Der Prozess zieht sich noch bis Donnerstag hin – dann stehen die nächsten Verhandlungen an.