Cyberangriff auf Metzgerei im Landkreis Neustadt/WN verursacht hohen Schaden | Weiden24

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Unbekannte haben die Kühlanlagen einer Metzgerei im Landkreis Neustadt/Waldnaab manipuliert und einen Schaden im fünfstelligen Eurobereich verursacht (Symbolbild). (Symbolbild: Petra Hartl)
Unbekannte haben die Kühlanlagen einer Metzgerei im Landkreis Neustadt/Waldnaab manipuliert und einen Schaden im fünfstelligen Eurobereich verursacht (Symbolbild). (Symbolbild: Petra Hartl)
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Unbekannte haben die Kühlanlagen einer Metzgerei im Landkreis Neustadt/Waldnaab manipuliert und einen Schaden im fünfstelligen Eurobereich verursacht (Symbolbild). (Symbolbild: Petra Hartl)

Cyberangriff auf Metzgerei im Landkreis Neustadt/WN verursacht hohen Schaden

Unbekannte manipulieren die Kühlanlagen einer Metzgerei im Landkreis Neustadt/WN. Der Schaden liegt laut Polizei im fünfstelligen Eurobereich. Die Kripo ermittelt.

Unbekannte haben nach Angaben der Polizei mit einem Cyberangriff die Fernsteuerung mehrerer Kühlanlagen einer Metzgerei im Landkreis Neustadt/WN manipuliert und die Temperaturen mehrerer Kühlhäuser auf bis zu 150 Grad gestellt. Der Schaden liegt nach aktuellem Ermittlungsstand im fünfstelligen Eurobereich. Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden hat die Ermittlungen übernommen.

Laut Mitteilung griffen die Täter in der Nacht zum Montag auf die Fernsteuerungs- und Überwachungssysteme der Kühlanlagen zu. Ein noch größerer Schaden sei verhindert worden, weil die Manipulation rechtzeitig entdeckt worden sei. Ein IT-Verantwortlicher habe die Systeme wieder unter Kontrolle gebracht, teilte die Polizei mit.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Datenveränderung, Computersabotage und Sachbeschädigung. Ob der Fall mit ähnlichen Angriffen auf Kühl- und Tiefkühlsysteme in Deutschland und anderen europäischen Ländern zusammenhängt, ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Die Behörde verweist auf Medienberichte über vergleichbare Manipulationen in Belgien, Schweden, Irland, Estland und den Benelux-Ländern.

Die Kriminalpolizei empfiehlt Unternehmen, folgende Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, um sich bestmöglich vor Cyberangriffen zu schützen:

  • Regelmäßige Updates: Halten Sie sämtliche Hard- und Software auf dem aktuellen Stand. Installieren Sie verfügbare Sicherheitsupdates zeitnah, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.
  • Regelmäßige Wartung: Lassen Sie Ihre IT-Infrastruktur regelmäßig durch qualifiziertes IT-Fachpersonal überprüfen und warten. Veraltete oder unzureichend gewartete Systeme können ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen.
  • Zugriffsschutz: Sichern Sie sämtliche Benutzerkonten und Zugänge mit starken, individuellen Passwörtern. Nutzen Sie nach Möglichkeit eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und überprüfen Sie regelmäßig bestehende Zugriffsberechtigungen.
  • Netzwerksicherheit: Schützen Sie Ihre Unternehmensnetzwerke durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen. Beschränken Sie externe Zugriffe auf das notwendige Maß und sichern Sie insbesondere Fernzugänge ausreichend ab.
  • Datensicherung: Erstellen Sie regelmäßig Sicherungskopien wichtiger Unternehmensdaten. Bewahren Sie diese getrennt vom regulären Netzwerk auf, damit sie bei einem Cyberangriff nicht ebenfalls betroffen sind.
  • Mitarbeitersensibilisierung: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig im Erkennen von Phishing-Mails, verdächtigen Anhängen und anderen möglichen Angriffsmethoden.
  • Notfallkonzept: Erstellen Sie einen Notfallplan für den Fall eines Cyberangriffs. Legen Sie darin fest, welche Maßnahmen unmittelbar einzuleiten sind und welche Ansprechpartner verständigt werden müssen.

Im Falle eine Angriffs solle umgehend die Polizei verständigt werden. Die Kriminalpolizei verfüge über speziell ausgebildete digitale Forensiker, die Unternehmen bei der Aufklärung von Cyberangriffen unterstützen. Durch eine frühzeitige Verständigung der Polizei können digitale Spuren gesichert, weitere Schäden möglichst verhindert und Ermittlungen zur Identifizierung der Täter eingeleitet werden. Weitere Informationen und konkrete Handlungsempfehlungen bietet die Polizeiliche Kriminalprävention unter:
Schutz vor Cyberangriffen – IT-Sicherheit für kleine und mittlere Unternehmen

 
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