Unbekannte manipulieren die Kühlanlagen einer Metzgerei im Landkreis Neustadt/WN. Der Schaden liegt laut Polizei im fünfstelligen Eurobereich. Die Kripo ermittelt.
Unbekannte haben nach Angaben der Polizei mit einem Cyberangriff die Fernsteuerung mehrerer Kühlanlagen einer Metzgerei im Landkreis Neustadt/WN manipuliert und die Temperaturen mehrerer Kühlhäuser auf bis zu 150 Grad gestellt. Der Schaden liegt nach aktuellem Ermittlungsstand im fünfstelligen Eurobereich. Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden hat die Ermittlungen übernommen.
Laut Mitteilung griffen die Täter in der Nacht zum Montag auf die Fernsteuerungs- und Überwachungssysteme der Kühlanlagen zu. Ein noch größerer Schaden sei verhindert worden, weil die Manipulation rechtzeitig entdeckt worden sei. Ein IT-Verantwortlicher habe die Systeme wieder unter Kontrolle gebracht, teilte die Polizei mit.
Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Datenveränderung, Computersabotage und Sachbeschädigung. Ob der Fall mit ähnlichen Angriffen auf Kühl- und Tiefkühlsysteme in Deutschland und anderen europäischen Ländern zusammenhängt, ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Die Behörde verweist auf Medienberichte über vergleichbare Manipulationen in Belgien, Schweden, Irland, Estland und den Benelux-Ländern.
Die Kriminalpolizei empfiehlt Unternehmen, folgende Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, um sich bestmöglich vor Cyberangriffen zu schützen:
Im Falle eine Angriffs solle umgehend die Polizei verständigt werden. Die Kriminalpolizei verfüge über speziell ausgebildete digitale Forensiker, die Unternehmen bei der Aufklärung von Cyberangriffen unterstützen. Durch eine frühzeitige Verständigung der Polizei können digitale Spuren gesichert, weitere Schäden möglichst verhindert und Ermittlungen zur Identifizierung der Täter eingeleitet werden. Weitere Informationen und konkrete Handlungsempfehlungen bietet die Polizeiliche Kriminalprävention unter:
Schutz vor Cyberangriffen – IT-Sicherheit für kleine und mittlere Unternehmen