Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten Monate an. Jetzt steht fest: Die Staatsanwaltschaft Weiden hat gegen den 67-jährigen Busfahrer Anklage am Amtsgericht Weiden erhoben. Der Mann saß am Steuer des Busses, der als Schienenersatzverkehr zwischen Regensburg und dem Weidener Hauptbahnhof eingesetzt war und kurz vor seinem Ziel auf der Autobahnausfahrt Weiden-Frauenricht von der Straße abkam.

Der Busfahrer hatte vor seiner Fahrt beruhigende und schlaffördernde Mittel eingenommen, die ihn müde machten. Wegen einer „hierdurch verursachten Müdigkeit soll der Angeschuldigte den Unfall verursacht haben”. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hätte der 67-Jährige seine Fahruntüchtigkeit „bei kritischer Selbstprüfung” erkennen können und müssen.

Die Anklage lautet auf fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässige Körperverletzung in 23 Fällen. Ob es jedoch zu einem Hauptverfahren kommt, ist noch offen. Der Unfall führte dazu, dass der Bus mit 32 Passagieren ins Schleudern geriet und gegen eine Leitplanke prallte. Zwei Menschen wurden dabei schwer verletzt, während 23 andere leicht Verletzungen davontrugen.