Bei Grenzkontrollen in Waidhaus vollstreckt die Bundespolizei zwei Haftbefehle und beschlagnahmt einen Führerschein. Zwei Männer können ihre Justizschulden begleichen.
In der Nacht zum Donnerstag hat die Bundespolizeiinspektion Waidhaus bei Grenzkontrollen zwei Haftbefehle vollstreckt und einen Führerschein beschlagnahmt. Zwei Männer konnten ihre offenen Justizschulden in Höhe von mehr als 3700 Euro begleichen und damit drohende Ersatzfreiheitsstrafen abwenden. Anschließend durften sie ihre Reisen fortsetzen.
Zunächst kontrollierten die Beamten einen 37-jährigen moldauischen Staatsbürger, der als Insasse eines bulgarischen Autos nach Deutschland einreiste. Die Überprüfung ergab eine Ausschreibung der Staatsanwaltschaft Zweibrücken zur Strafvollstreckung. Das Amtsgericht Pirmasens hatte den Mann wegen Trunkenheit im Verkehr verurteilt. Da er die Geldstrafe nicht bezahlt hatte, wurde er per Haftbefehl gesucht. Um eine Ersatzfreiheitsstrafe abzuwenden, musste er 2500 Euro sowie 286 Euro Verfahrenskosten bezahlen. Aufgrund einer Beschlagnahme-Anordnung behielten die Beamten außerdem seinen moldauischen Führerschein ein. Nachdem er seine Schulden beglichen hatte, durfte er weiterreisen.
Auch ein 21-jähriger Rumäne wurde festgenommen. Bei der Überprüfung seiner Personalien stießen die Beamten auf einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Das Amtsgericht Bad Iburg hatte ihn wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe verurteilt. Da er die ausstehenden 900 Euro nicht bezahlt hatte, drohte ihm eine Ersatzfreiheitsstrafe. Der 21-Jährige konnte jedoch den Betrag und 81 Euro Verfahrenskosten begleichen und damit einen Gefängnisaufenthalt verhindern. Anschließend durfte er seine Reise fortsetzen.