Altes vs. neues Abitur – Das ist anders | Weiden24

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vor 7 Stunden
Im April starten in Bayern die ersten G-9-Abiturprüfungen. (Bild: Matthias Bein/dpa)
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Im April starten in Bayern die ersten G-9-Abiturprüfungen. (Bild: Matthias Bein/dpa)

Altes vs. neues Abitur – Das ist anders

2017 startete der erste G-9-Jahrgang an den bayerischen Gymnasien. Am 22. April 2026 beginnen für diesen die Abiturprüfungen. Doch was verändert sich im Vergleich zum G-8-Abitur?

Mehr Freiheit und Flexibilität sind nach Angaben von Kultusministerin Anna Stolz die zentralen Vorteile des neuen Abiturs, das die Schülerinnen und Schüler ab diesem Jahr in Bayern absolvieren. In einer Pressemitteilung spricht sie über die konkreten Weiterentwicklungen des Abiturs, dessen Prüfungen am 22. April beginnen. Hier bekommst du die wichtigsten Infos darüber, was gleich bleibt und was sich verändert.

Drei schriftliche und zwei mündliche Prüfungen

Der Umfang von fünf Abiturprüfungen bleibt unverändert. Auch die Aufteilung in drei schriftliche und zwei mündliche Prüfungen soll weiterhin beibehalten werden. Hierbei müssen drei der Fächer auf erhöhtem Anforderungsniveau sein. Dazu zählen in der Regel weiterhin Deutsch und Mathematik.

Flexibilität bei der Fächerwahl

Auch das dritte Prüfungsfach muss auf erhöhtem Anforderungsniveau sein. Dazu zählen jedoch seit diesem Jahr nicht mehr nur Fremdsprachen, sondern auch natur- und gesellschaftswissenschaftliche Fächer. Dies kann ein großer Vorteil für Schüler mit Begabungen und Interessen in diesen Bereichen sein. Während bisher lediglich zwei Fremdsprachen als Abiturfächer gewählt werden konnten, besteht nun dadurch auch die Möglichkeit in zwei Natur- oder Gesellschaftswissenschaften geprüft zu werden. Dadurch sollen die Abiturientinnen und Abiturienten individuelle Stärken fördern können und Vertrauen in ihre eigene Leistungsfähigkeit entwickeln, wie die Kultusministerin betont.

Freiheit bei den Prüfungsformen

Im G-8-Abitur waren alle Schülerinnen und Schüler dazu verpflichtet, die Abiturprüfungen in Deutsch und Mathematik schriftlich abzulegen. Auch dies soll sich nun ändern. Nur eines der beiden Fächer muss nun zwingend schriftlich geprüft werden. Die Schüler dürfen somit frei entscheiden, in welchen beiden Fächern sie die anderen schriftlichen Prüfungen ablegen wollen.

Wie in den meisten anderen Fächern besteht die nun mögliche mündliche Prüfung im Fach Mathematik oder Deutsch aus einem vorbereiteten Kurzreferat sowie einem Gesprächsteil.

Änderungen in konkreten Fächern

Zudem gibt es Änderungen in spezifischen Fächern. Nach Angabe des Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung sollen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ab diesem Jahr nur noch aus vier statt fünf Aufgaben im schriftlichen Deutsch-Abitur wählen können. Durch die gewonnene Flexibilität haben Schüler somit die Möglichkeit, ihre Prüfungsfächer stärker nach den eigenen Interessen und Stärken auszuwählen.

Die schriftlichen Abiturprüfungen finden im Zeitraum vom 22. April bis zum 13. Mai statt.

 
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